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Meine Exkursion zur Papierfabrik August Koehler SE zusammen mit der Stiftung Wissen+Kompetenzen

Am Montag, den 23. Juli 2018, machten wir 13 Fellows, wie die Absolventen genannt werden, uns an einem schönen sonnigen und heißen Tag auf den Weg zur Papierfabrik August Koehler SE. Stammsitz der Firma ist in Oberkirch. Weitere Werke finden sich in Greiz und Weißenbach. Das immer noch, in 8. Generation, unabhängig geführte Familienunternehmen, wurde 1807 gegründet, besteht also schon seit 211 Jahren. Nicht nur das ist interessant an dem Unternehmen und verdient Anerkennung. So ist es ein interessanter Kontrast, sich im Internet-Zeitalter auf einmal in einem Unternehmen vorzufinden, das 600.000 Tonnen Papier im Jahr produziert. 450 Papiersorten gibt es bei Koehler insgesamt. Diese reichen von Thermopapieren, Selbstdurchschreibepapieren, farbigen Papieren, Bierdeckel und Dekopapieren bis hin zum Flexible Packaging (auf Deutsch: flexible Verpackungsindustrie bzw. flexibles Verpackungspapier). Weitere Produkte sind das Papier für Kassen- und Tankbelege, Kontoauszüge sowie Lotteriebelege, Land- und Spielkarten sowie Kalenderpapier. 80 Prozent des Umsatzes machen die Thermopapiere aus.

 

Goldene Mitte aus Tradition und Fortschrittlichkeit

 

Das Unternehmen agiert in diesen Geschäftsbereichen weltweit, ist aber am Standort Oberkirch (Baden) immer noch verwurzelt, wie Elke Brückner, Koordinatorin Ausbildung im Unternehmen, den Teilnehmern nach einem ausgiebigen und leckeren Mittagsessen in der betriebseigenen Kantine berichtet. Auch die Ziele des Unternehmens sind interessant. Diese sind zum Einen die Herstellung von flexiblen Verpackungen aufgrund der Vermüllung der Weltmeere durch Plastik. Dazu kommen Kostensenkung, Recycling und die Verbesserung der Arbeitssicherheit als vorrangiges Ziel sowie Ausbau und Marktführerschaft in allen Geschäftsfeldern. Wie Brückner berichtet, ist die Firma da schon auf einem ganz guten Weg dahin. Schließlich sei sie Marktführer im Thermobereich und dies dank den effizientesten und effektivsten Anlagen der Kraftwerk-Dekor Maschinen PM1-PM2/PPC. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen zudem 540 Mitarbeiter. Einer davon, der Prozessingenieur mit Bachelor of Papierengineering (DHBW), Florian Findling, zeigte den Besuchern schließlich einen Teil der Produktion der Papierfabrik, unter anderem das vollautomatisiertes Hochregallager, in dem Rollen der 450 Papiersorten gelagert werden. Auch mit ihrem Energieverbrauch geht das Unternehmen verantwortungsvoll um. Die verbrauchte Energie wird schlichtweg ins nahegelegene Freibad umgeleitet, sodass dieses seinen Besuchern konstant eine Temperatur von 27 Grad Celsius bieten kann. 

 

Einstiegsmöglichkeiten und gesuchte Fachrichtungen

 

Wer Interesse hat, sich beim genannten Unternehmen zu bewerben, hat auf jeden Fall einen Vorteil, wenn er ein betriebswirtschaftliches oder technisch orientiertes Fachstudium hinter sich hat. Einstiegsmöglichkeiten gehen über ein Praktikum, das Abfassen einer Thesis, eine Werkstudententätigkeit, als Trainee oder über den Direkteinstieg. 

 

Insgesamt arbeiten in der Papierbranche deutschlandweit rund 450. 000 Mitarbeiter.

 

Weitere Informationen unter:

 

https://www.koehlerpaper.com/de/index.php

https://www.koehlerpaper.com/de/karriere/studenten.php

https://www.vdp-online.de/startseite.html